Schulz und Schulz, Deutsche Botschaft, Wien

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Author/Contributor(s): Wefing, Heinrich
Publisher: Edition Axel Menges
Date: 1/25/2027
Binding: Hardcover
Condition: NEW
Mit der Deutschen Botschaft in Wien haben die Leipziger Architekten
ein kantiges, fast abstraktes freistehendes Gebäude entworfen, das
einen starken Kontrast zu den ansprechenden Gründerzeitbauten der
Umgebung bildet. Es steht im Herzen des Wiener Diplomatenviertels, auf einem der wohl prominentesten Grundstücke der Gegend: dem ehemaligen Garten von Fürst Metternich. Hier tritt das Gebäude von der Blockgrenze zurück und schafft so Raum für eine Grünfläche mit wertvollen alten Bäumen, in der das Botschaftsgebäude beinahe wie ein moderner Palast wirkt.

Kaum ein Land hat die Beziehung zwischen Architektur und Demokratie so intensiv und beharrlich debattiert wie Deutschland. Von den ersten, noch recht provisorischen Bauten in Bonn bis zu den unzähligen großen Bundesprojekten in Berlin nach dem Regierungsumzug wurde immer wieder die Frage nach der besonderen Rolle und dem ästhetischen Auftrag der „Demokratie als Auftraggeberin“ aufgeworfen. Ziel war es stets nicht nur, Quadratmeter zu schaffen und Funktionen zu erfüllen, sondern auch politische Botschaften zu vermitteln. Auch die neue Deutsche Botschaft in Wien von Schulz und Schulz wurde in diesem Sinne „interpretiert“. Doch sie entzieht sich jeder oberflächlichen Symbolik. Das Gebäude ist frei von historisierenden Elementen; die Architektur verzichtet auf jede klassische Geste der Autorität und entwickelt sich asymmetrisch, ohne Säulen, ohne Symmetrieachsen und ohne Fassade.
Die Leipziger Architekten haben ein kantiges, fast abstraktes, eigenständiges Gebäude entworfen , das einen starken Kontrast zu den ansprechenden Gründerzeitbauten der Nachbarschaft bildet. Es steht im Herzen des Diplomatenviertels der österreichischen Hauptstadt, auf einem Grundstück, das wohl zu den prominentesten der Gegend zählt: den ehemaligen Gärten von Fürst Metternich. Hier tritt die Bebauung von der Blockgrenze zurück und schafft so Platz für eine offene, grüne Oase mit wertvollen alten Bäumen, in der das Botschaftsgebäude beinahe wie ein moderner Palast wirkt.